Kap der guten Hoffnung mit Kindern: unser Tagesausflug mit dem Mietwagen ab Kapstadt

Am dritten Tag unserer Südafrika-Reise ging es ans Kap der guten Hoffnung.
Wir waren mit dem eigenen Mietwagen am Weg. Ein ganzer Tag für Pinguine, Klippen und die berühmte Landzunge im Süden von Kapstadt.
Wir sind früh los und waren 10 Stunden unterwegs. Auf der Strecke lagen bunte Strandhäuschen, ein kaputter Lift und am Ende eine Küstenstraße, die uns weniger beeindruckt hat als gedacht.
In diesem Beitrag nehme ich dich Stopp für Stopp mit und zeige dir, was sich lohnt und was du dir mit Kind sparen kannst.
Kap der guten Hoffnung Tagesausflug ab Kapstadt
- 🚗 Rund 10 Stunden unterwegs, die Strecken zwischen den Stopps sind kurz
- 🐧 Boulders Beach mit zwei Zugängen
- 🥾 Fußweg zum Leuchtturm am Cape Point
- 💰 Eintritt ins Naturreservat ist hoch, Parkplätze überall gratis
- 🧥 Jacke und Mütze für das Kap einpacken
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Unsere Route für den Tag
Von Kapstadt aus sind wir Richtung Süden gefahren, an der False-Bay-Seite entlang bis zum Kap der guten Hoffnung. Zurück ging es über die Atlantikseite mit dem Chapman’s Peak Drive.
Die Reihenfolge unserer Stopps:
- Muizenberg
- Boulders Beach
- Cape Point
- Kap der guten Hoffnung
- Essen in Scarborough
- Chapman’s Peak Drive
- Hout Bay
Die Strecken zwischen den einzelnen Stopps sind übrigens deutlich kürzer, als ich dachte. Es ist alles gut an einem Tag machbar und unserem Sohn wurde zwischendrin nie langweilig.

Muizenberg: die bunten Strandhäuschen
Unser erster Stopp war Muizenberg.
Der Ort ist bekannt für die bunten Strandhäuschen, die man von jeder zweiten Südafrika-Postkarte kennt.
Einen Parkplatz zu finden war gar nicht so einfach, denn bei unserem Besuch war Surfsaison. Und bei schönem Wetter tummeln sich jede Menge Surfer genau dort.
Der Strand selbst ist lang und weiß und wirklich sehr schön.
Die Strandhäuser direkt am Anfang des Strandes gibt es nicht mehr. Die waren morsch und wurden abgerissen. Wir mussten ein wenig suchen, aber ein Stück weiter links stehen noch einige.

Man kann mit Kindern hier auch einfach eine schöne Zeit am langen Strand verbringen. Muscheln sammeln und den Surfern zuschauen, hat meinen Sohn einige Zeit beschäftigt.
Schwimmen war für uns keine Option. Das Wasser war Ende August für uns viel zu kalt.
Boulders Beach: Pinguine hautnah
Nach etwa 15 bis 20 Minuten Fahrzeit haben wir Boulders Beach als zweiten Stopp erreicht. Es war das Highlight des Tages.
Es gibt mehrere Zugänge zum Strand.
Wir haben nicht beim “normalen” Parkplatz geparkt, sondern beim Parkplatz unterhalb vom Middle Beach.
Zuerst sind wir zum Middle Beach gegangen. Das ist vom Parkplatz nur wenige Minuten entfernt. Eigentlich ist dieser Bereich zum Schwimmen gedacht, aber auch hier sind ab und zu Pinguine unterwegs.
Man muss sich durch einen schmalen Steindurchgang zwängen, dann geht es den Strand entlang.

Unser Sohn ist hier sogar mit den Füßen ins Wasser gegangen, um den Tieren ein bisschen näher zu sein. Ganz wichtig dabei: nicht zu nah herangehen. Das schützt die Pinguine und verhindert, dass sie aufgescheucht werden.
Danach ging es weiter zum eigentlichen Haupteingang am Foxy Beach.
Dort gibt es Holzstege, die über den ganzen Strand führen.
An diesem Strandabschnitt sitzen die meisten Pinguine. Auch der bekannte weiße Sandstrand liegt hier. Als wir da waren, war gerade Brutzeit und überall Baby-Pinguine zu sehen.

Der Eintritt ist nicht gerade günstig, aber er lohnt sich. Den Pinguinen beim Schwimmen und Watscheln zuzusehen, ist wirklich goldig.

Man bezahlt für beide Strandzugänge nur einmal. Also Ticket gut aufheben.
Durch Simon’s Town zum Cape Point
Dann ging es weiter, vorbei an Simon’s Town. Da sind wir nur durchgefahren. Für einen richtigen Stopp hätte die Zeit an diesem Tag nicht gereicht.
Das nehmen wir selbst auf jede Reise mit. Und vielleicht bald auch ihr.
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Von Boulders Beach bis zum Eingang des Cape Point Naturreservats sind es rund 30 Minuten Fahrzeit.
Beim Eingang bekommt man auch einen Übersichtsplan auf dem eingezeichnet ist, wie man am besten durch den Park fährt.
Unser Weg führte uns zuerst zum Cape Point und erst danach zum eigentlichen Kap der guten Hoffnung.

Parkplätze gibt es im ganzen Reservat kostenlos. Wir waren vorher unsicher, ob wir die einzelnen Stationen gut finden. Das war aber überhaupt kein Problem. Man fährt im Grunde einfach die eine Straße weiter und kann sich kaum verfahren.
Cape Point: zu Fuß zum Leuchtturm
Die Standseilbahn zum Leuchtturm war an dem Tag wegen einer Reparatur außer Betrieb. Sie hätte aber sowieso extra gekostet.
Wir sind zu Fuß gegangen und waren nach ca. 15 Minuten beim Leuchtturm.

Es gibt auch einen Weg zu den Klippen, rechts vom Leuchtturm. Von dort aus haben wir richtig gute Fotos gemacht.
Auf dem Weg zurück zum Parkplatz haben wir neben einer schönen Bucht zwei Antilopen und zwei Strauße entdeckt.

Vor Pavianen wird hier übrigens eindringlich gewarnt. Deshalb sollte man alles Essbare im Rucksack verstauen. Gesehen haben wir aber den ganzen Tag keinen einzigen.
Der Eintritt ins Naturreservat ist ziemlich teuer. Aktuelle Preise findest du auf der Website von SANParks. Auch die aktuellen Öffnungszeiten sind dort vermerkt. Die ändern sich nämlich je nach Jahreszeit.
Es gäbe im Park noch viele weitere Haltepunkte. Für einen Tag war das für uns aber nicht machbar. Insgesamt waren wir rund zwei Stunden im Reservat unterwegs.
Kap der guten Hoffnung: das berühmte Schild
Vom Cape Point aus sind wir mit dem Auto weiter zum Kap der guten Hoffnung gefahren. Das sind etwa zehn Minuten Fahrzeit.
Es gibt auch einen wunderschönen Fußweg zwischen beiden Punkten, den wir vom Leuchtturm sehen konnten. Dafür hätten wir aber danach den Weg wieder zurücklaufen müssen. Da hat mein Sohn gestreikt.
Am Kap selbst steht das bekannte Schild, das jeder aus den Reisefotos kennt. Ein Pflichtstopp für das Erinnerungsfoto.

Ein Mythos übrigens, den auch wir vorher geglaubt hatten: Am Kap der guten Hoffnung treffen nicht Atlantik und Indischer Ozean aufeinander. Das passiert weiter östlich, bei Kap Agulhas. Dort ist der tatsächlich südlichste Punkt Afrikas.
Das Kap der guten Hoffnung ist “nur” der südwestlichste Punkt, aber mindestens genauso beeindruckend.

Am Kap der guten Hoffnung ist es meistens kühl und windig. Wir hatten zum Glück einen ausnahmsweise milden Tag erwischt. Normalerweise lohnt sich aber eine wärmere Jacke oder zumindest eine Mütze, auch außerhalb des Winters. Was wir sonst noch so alles einpacken, wenn wir verreisen, findest du im Beitrag “Packliste für den Familienurlaub”.
Mittagessen im Village Hub
Ursprünglich hatten wir geplant, im Lighthouse Café zu essen.
Auf Empfehlung eines Einheimischen sind wir stattdessen weitergefahren und haben im Village Hub Halt gemacht.
Die Gerichte dort waren wirklich ungewöhnlich. Wahrscheinlich war genau das der Grund für die Empfehlung.

Die Karte ist allerdings klein und für Kinder gibt es praktisch nichts Spezielles.
Meinem Lebensgefährten hat sein Gericht richtig gut geschmeckt. Für mich und unseren Sohn war eher wenig Passendes dabei. Wir sind beim Essen wohl etwas heikel. 😅
Chapman’s Peak Drive: schön, aber kürzer als gedacht
Für den Rückweg sind wir über den Chapman’s Peak Drive gefahren.
Das ist die berühmte Küstenstraße mit Maut. Die Strecke ist nur 9 Kilometer lang, dafür aber mit 114 Kurven direkt in den Fels gehauen.

Es gibt viele Ausbuchtungen mit Parkplätzen zum Stehen bleiben und Aussicht genießen.

Und an fast jedem stehen kleine Stände mit handgefertigten Perlentieren, Elefanten, Zebras, Giraffen.

Die sind hier deutlich günstiger als in so manchem Souvenirladen in der Stadt.
Der Chapman’s Peak Drive wird wegen Steinschlaggefahr immer wieder gesperrt. Wer ihn fest einplant, sollte kurz vorher checken, ob er offen ist.

Das Wetter war an diesem Tag sehr schön und die Aussicht gut. Aber ehrlich gesagt hatten wir uns mehr erwartet.
Am nächsten Tag sind wir Richtung Betty’s Bay gefahren und die dortige Küstenstraße hat uns mindestens genauso gut gefallen.
Hout Bay: der Abschluss des Tages
Zum Abschluss waren wir noch kurz am Strand von Hout Bay.
Der Strand an sich wäre echt schön gewesen. Allerdings war es auch hier viel zu kalt zum Baden und es lagen jede Menge Algen am Strand. Deshalb sind wir nicht lange geblieben.

Ursprünglich wollten wir noch zum Hafen, dort soll man angeblich eine große Pelzrobbe sehen können.
Weil wir an der Waterfront in Kapstadt aber schon jede Menge Robben gesehen haben, hat uns das nicht mehr besonders gereizt. Wir haben den Hafen ausgelassen.
Unsere Erfahrung mit dem Selbstfahren
Gefahren ist an diesem Tag durchgehend mein Lebensgefährte. Er war schon einmal in England und dort ebenfalls links gefahren. Dadurch hatte er schon etwas Übung.
Der Straßenzustand war überall sehr gut und durchgehend asphaltiert. Hin und wieder muss man wegen einzelner Schlaglöcher aufpassen, aber grundsätzlich kommt man mit einem ganz normalen Mietwagen problemlos überall hin.
Unseren Mietwagen für die ganze Reise haben wir über Sunny Cars* gebucht. Wir haben nur gute Erfahrungen gemacht.
Für die Navigation zwischen den einzelnen Stopps haben wir durchgehend Google Maps über unsere eSIM von Holafly genutzt. Ich hatte fast immer Empfang. Mit dem Code HOLAMAMABLOG* bekommst du 5 % Rabatt auf jede Holafly Reise-eSIM.
Diese habe ich schon vor unserer Reise organisiert. Was wir da noch so alles bedacht haben, kannst du in meinem Beitrag “Südafrika Reise mit Kind vorbereiten” nachlesen.
Praktische Tipps für den Tag mit Kindern
- Früh starten
Wir waren um 8:30 Uhr unterwegs und erst um 18:30 Uhr zurück - Genug Zeit für Boulders Beach einplanen
Das ist der Programmpunkt, der bei Kindern am besten ankommt - Nicht zu viele Stopps in einem Tag
Wir haben Simon’s Town und weitere Punkte im Reservat bewusst ausgelassen - Warme Kleidung fürs Kap
Dort ist es meist kühler und windiger als im restlichen Kapstadt - Nur mit Karte zahlen
Am Eingang zum Cape Point und in Boulders wird laut SANParks kein Bargeld genommen
Lohnt sich der Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung?
Ja, auf jeden Fall.
Uns hat der Tag sehr gut gefallen. Toll war, dass die Strecken zwischen den einzelnen Stopps nicht lange zu fahren waren. Und jedes Ziel war ganz unterschiedlich und so hatten wir viel Abwechslung.
Wart ihr auch schon am Kap der guten Hoffnung? Welcher Stopp hat euren Kindern am besten gefallen? Schreibt es gerne in die Kommentare!
Liebe Grüße
Barbara
ÜBER MICH

Hi, ich bin Barbara!
Hier blogge ich seit 2023 über erprobte Tipps für Reisen, Kindergeburtstage und Familienalltag. Alles getestet mit meinem Sohn, direkt aus unserem echten Familienleben.
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Häufige Fragen zum Kap der guten Hoffnung mit Kindern
Wie lange dauert die Fahrt von Kapstadt zum Kap der guten Hoffnung?
Von Kapstadt bis Boulders Beach sind es je nach Verkehr etwa 45 bis 60 Minuten, von dort rund 30 Minuten bis zum Eingang des Reservats. Ohne Stopps bist du also gut 1,5 Stunden unterwegs. Wir waren mit allen Stopps rund zehn Stunden unterwegs.
Lohnt sich der Ausflug zum Kap der guten Hoffnung mit Kindern?
Auf jeden Fall, vor allem wegen Boulders Beach und der Pinguine. Cape Point und das Kap selbst sind eher für ältere Kinder spannend.
Muss man für Cape Point und das Kap der guten Hoffnung Eintritt zahlen?
Ja, der Eintritt ins Naturreservat ist kostenpflichtig und nicht ganz günstig. Aktuelle Preise findest du direkt bei SANParks.
Ist der Chapman’s Peak Drive mit Kindern zu empfehlen?
Der Chapman’s Peak Drive ist kurzweilig und mautpflichtig. Uns hat er aber nicht überzeugt.
Wie viel Zeit sollte man für den Tagesausflug einplanen?
Einen kompletten Tag, am besten mit frühem Start. Wir waren um 8:30 Uhr los und erst um 18:30 Uhr zurück.
Sieht man am Kap der guten Hoffnung wirklich wilde Tiere?
Mit etwas Glück ja. Wir haben Antilopen und Strauße gesehen. Vor Pavianen wird gewarnt, gesehen haben wir aber keine.
Wie sind die Öffnungszeiten am Kap der guten Hoffnung?
Die Öffnungszeiten richten sich nach der Jahreszeit, im Sommer ist das Reservat länger geöffnet als im Winter. Die aktuellen Zeiten findest du auf der offiziellen SANParks-Seite.



