Familien- und Erlebnisresort Zugspitz: Unser Erfahrungsbericht nach einem Kurzaufenthalt

Auf dem Weg nach Frankfurt haben wir spontan einen Zwischenstopp eingelegt. Eine Nacht im Familien- und Erlebnisresort Zugspitz in Ehrwald, Tirol.
Das Resort hat uns in fast allen Punkten begeistert. Moderne Einrichtung, riesige Wasserwelt, tolles Essen, gemütliche Appartements. Nur bei einer Sache war ich etwas enttäuscht. Aber dazu komme ich noch.
Hier kommt unser ehrlicher Erfahrungsbericht nach einem Aufenthalt von einer Nacht.
Übrigens: Dieser Beitrag ist NICHT gesponsert, wir haben alles selbst bezahlt.
| Unser Zugspitz Resort Aufenthalt. Ein Überblick |
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| 🏔️ Wo? Familien- und Erlebnisresort Zugspitz (4*S), Ehrwald, Tirol 👨👩👦 Für wen? Familien mit Kindern, Skifahrer, Wellnessfans 🗓️ Wann? Mitte März, Zwischensaison 🏠 Unterkunft? Appartements oder Campingplatz 🍽️ Verpflegung? Halbpension, Frühstück und Abendessen als Buffet plus Nachmittagssnack ohne Getränke ⛷️ Skifahren? Talstation der Tiroler Zugspitzbahn direkt am Parkplatz 🌟 Unser Highlight? Die 1.500 m² Wasserwelt |
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Wie wir auf das Zugspitz Resort gekommen sind
Im März hatten wir einen privaten Termin in Wiesbaden. Da wir nicht an einem Tag so viele Stunden im Auto sitzen wollten, habe ich gleich eine kleine Reise daraus gemacht. Erster Stopp: ein gemütlicher Urlaubstag zum Entspannen. Zweiter Stopp: eine Sightseeing-Tour durch Frankfurt.
Auf der Suche nach dem richtigen Hotel für die erste Nacht bin ich in Ehrwald fündig geworden. Wir haben ja schon einige Kinder- und Familienhotels getestet (hier findest du mehr Erfahrungsberichte), aber das Zugspitz Resort stand schon länger auf meiner Liste. Also habe ich einfach eine Nacht gebucht.
Wir sind am frühen Nachmittag angekommen, Check-in war ab 14 Uhr möglich. Der Empfang war herzlich und unkompliziert, das Personal sehr freundlich. Man hatte nie das Gefühl, irgendwo im Weg zu sein.

Nach dem Check-out am nächsten Tag um 10:30 Uhr konnten wir das Hotel noch bis 15 Uhr ganz normal nutzen. Das ist wirklich ein tolles Service.
Weil wir Mitte März dort waren, also kurz vor Saisonende, war nicht viel los. Der Campingplatz nicht sehr voll, das Schwimmbad kaum besucht. Für uns war das ein echter Vorteil: keine Wartezeiten, keine überfüllten Bereiche, pure Entspannung.
Das Appartement: viel Platz, viel Komfort
Im Zugspitz Resort übernachtet man nicht in klassischen Hotelzimmern, sondern in Appartements. Das ist gerade für Familien mit kleineren Kindern natürlich ein Vorteil.
Wir hatten ein Appartement im Nebengebäude. Das ist der kein Problem, da es einen unterirdischen Gang gibt. Der Weg ist nicht weit.
Wir hatten einen eigenen Küchenbereich mit Kaffeemaschine und eine große Terrasse. Dazu einen Kachelofen, den man per Knopf ein- und ausschalten konnte.

Das Badezimmer hatte eine Dusche und eine Badewanne. Für kleinere Kinder kann man an der Rezeption Ausfallschutz, Kloaufsätze und mehr Kinderutensilien ausleihen.

Die Einrichtung ist modern und hochwertig. Überall im Hotel gibt es zusätzliche WC-Bereiche. Ein kleines Detail, das im Alltag aber viel ausmacht.
Das Essen: ein echtes Highlight
Das Frühstücksbuffet war reichhaltig und wirklich sehr gut. Es gab alles, was wir mögen und noch viel mehr.
Unser Tisch war leider etwas weit vom Buffet entfernt. Das Hin- und Hertragen der Teller war ein bisschen mühsam. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Die Nachmittagsjause (von 13.30 bis 16 Uhr) hat eine kleinere Auswahl, kein großes Buffet. Bei uns gab es Nudeln mit Fleisch und Flammkuchen, dazu Brot und Suppen. Für uns hat das völlig gereicht.

Toll finde ich auch, dass man die Möglichkeit hat, mittags auch draussen auf der Terrasse zu essen – mit tollem Ausblick.

Das Abendessen war das kulinarische Highlight. Ein tolles Buffet mit Front-Cooking. Ein Teil der Speisen wird direkt vor dir zubereitet. Qualität und Auswahl waren wirklich sehr gut.
Am Abend kam auch das Maskottchen in den Restaurant-Bereich. Das hat alle Kinder sehr gefreut.

Mein Tipp zu den Getränken: Zum Frühstück und zur Nachmittagsjause sind Sirup, Wasser und Heißgetränke inklusive. Zum Abendessen sind Getränke nicht dabei. Die Preise für Getränke vor Ort sind recht hoch. Das sollte man vorher wissen.
Die 1.500 m² Wasserwelt: kaum zu toppen
Das ist das Herzstück des Resorts. Zumindest für Familien mit Kindern.
Der Bereich ist aufgeteilt in zwei klar getrennte Zonen.
DIDIs Kinderwasserwelt ist gigantisch. Es gibt mehrere Rutschen für verschiedene Altersgruppen. Dazu zwei Parallelrutschen, bei denen sogar die Zeit gemessen wird. Mein Sohn war nach der ersten Runde schon süchtig. Mitten im Wasser steht ein riesiges Piratenschiff.

Der Schwimmbadbereich hat einen Swimmingpool mit Verbindung nach draußen. Das Wasser war für meinen Geschmack etwas frisch. Aber das ist ja Ansichtssache.

Was ich absolut toll fand: Es gibt einen Ruheraum mit Glasscheibe direkt zum Schwimmbad. Man liegt gemütlich auf einer Liege und kann gleichzeitig sein Kind im Wasser beobachten. Eine so einfache wie geniale Idee.

Der Saunabereich ist ein dritter, eigener Bereich. Er ist erst ab 16 Jahren zugänglich.

Im normalen Schwimmbadbereich gibt es aber eine Textilsauna, die direkt ans Schwimmbad angeschlossen ist und auch für Kinder zugänglich.
Spielbereich, Fitness und Wellness
Neben der Wasserwelt gibt es einen großen Indoor-Spielbereich mit Trampolin und Kletteranlage.

Dazu einen eigenen Boulderbereich für die Kids.

Das Fitnessstudio ist umfangreich ausgestattet und hat Zugang zum Garten.

Wellness und Massagen sind ebenfalls buchbar. Alles wirkt modern und sehr gepflegt.
Für ältere Kinder gibt es außerdem eine Chill & Lounge Area. Dort findet man Air Hockey, Billard, Tischtennis und einen digitalen Spieltisch. Billard ist gegen Aufpreis buchbar. Mein Sohn hat vor allem beim Air Hockey und Tischtennis richtig Spaß gehabt.

Es gibt auch einen eigenen Kinoraum, in dem zweimal täglich ein Film gezeigt wird. Das ist für filmbegeisterte Kinder sicher toll. Ich persönlich schätze es aber mehr, wenn Kinder sich ohne Bildschirm beschäftigen. Deshalb bleibt für mich das Kinderprogramm trotzdem ein Thema, dazu komme ich gleich noch.
Im Sommer kommt noch mehr dazu: ein Außenbadeteich mit 490 m², ein großer Spielplatz mit Trampolinen und viele weitere Angebote. Bei unserem Besuch war das noch nicht aufgebaut. Man merkt aber, dass die Anlage im Sommer nochmal eine ganz andere Dimension annimmt.

Für Skifahrer ist die Lage kaum zu toppen. Man geht einfach über den Parkplatz und steht direkt an der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn. Keine Transfers, kein Stress.

Das Aktivprogramm: Fackelwanderung und Klangschale
Das fand ich wirklich toll: Vor der Anreise bekommt man das aktuelle Aktivprogramm per E-Mail zugeschickt. Man kann sich direkt anmelden. Manche Aktivitäten sind kostenlos buchbar, andere mit Aufpreis.
Die Aktivitäten sind teilweise für die ganze Familie und teilweise auf Erwachsenen ausgerichtet.
Wir haben uns für zwei Dinge angemeldet. Die Fackelwanderung und eine Klangschalen-Relaxstunde für mich.
Die Klangschalen-Stunde habe ich leider verpasst. Das ärgert mich noch heute ein bisschen. Aber allein die Tatsache, dass so etwas angeboten wird, zeigt wie viel Wert das Resort auf ein vielfältiges Programm legt.
Die Fackelwanderung war ein echtes Erlebnis. Bei fast vollständiger Dunkelheit sind wir durch den Wald und über die Wiese gewandert.

Rund 4 Kilometer, aber es war stimmungsvoll und schön. Und danach gab es auf der Terrasse Punsch und Glühwein für uns.

Aber ich muss ehrlich sein: Für kleinere Kinder ist das weniger geeignet. Es war recht spät angesetzt, weil es im März erst spät dunkel wird. Die Strecke ist nicht kurz. Einige der kleinen Kinder in der Gruppe waren am Ende schon sehr müde. Uns wurde im Vorfeld gesagt, es sei nicht weit. Das würde ich so nicht unterschreiben. Mein elfjähriger Sohn fand es gerade noch okay.
Das Kinderprogramm: mein einziger Kritikpunkt
Das Kinderprogramm hat mich leider ein wenig enttäuscht.
Das Programm startet ab drei Jahren.
Was mich gestört hat: Es gibt kein nach Alter getrenntes Angebot. Nicht einmal in den Ferienzeiten.
Wir waren ja außerhalb, wo das natürlich bei nur wenig älteren Kindern nicht so viele Sinn macht. Aber ich habe direkt nachgefragt. Und die Antwort war, dass es auch in der Hauptsaison kein getrenntes Programm für ältere Kinder gibt.
Bei unserem Aufenthalt gab es zweimal täglich Bastelaktionen (für kleinere Kinder ausgerichtet), sonst aber kein spezielles Programm. Da hätte ich mir eindeutig mehr erwartet. Außerdem ist der Kinderclub absolut elternfreie Zone. Wir brauchen das nicht mehr, aber als mein Sohn jünger war, wäre er ohne mich dort nicht hin gegangen. Wenigstens eine mögliche, kurze gemeinsame Eingewöhnungszeit ist für manche Kinder aber wichtig.
Das ist mein einziger echter Kritikpunkt.
Die Kinderbereiche, die man gemeinsam nützen kann, sind aber wirklich toll und waren für uns ausreichend.
Der angeschlossene Campingplatz
Direkt neben dem Resort liegt ein 5-Sterne-Campingplatz.

Die Campinggäste dürfen alle Einrichtungen des Resorts mitbenutzen. Schwimmbad, Spielbereiche, Aktivprogramm und mehr.
Unser Fazit: Lohnt sich das Zugspitz Resort?
Ja, absolut.
Das Zugspitz Resort ist ein ganz tolles Familienresort. Die Anlage ist modern und weitläufig. Das Essen ist sehr gut. Die Wasserwelt ist kaum zu toppen. Die Appartements sind großzügig und komfortabel. Das Aktivprogramm fand ich abwechslungsreich und gut organisiert.
Mein Tipp: Das Resort passt am besten zu Familien mit jüngeren Kindern bis etwa 10 Jahren. Die Wasserwelt und das Spielangebot sind auf diese Altersgruppe perfekt zugeschnitten. Wer Skifahren möchte, trifft auf eine traumhafte Lage. Wer Ruhe und Wellness sucht, kommt ebenfalls voll auf seine Kosten.
Für Familien mit älteren Kindern oder Teenagern würde ich vorab nach dem Kinderprogramm fragen.
Würden wir wiederkommen? Wir kommen ganz sicher wieder. Mein Sohn freut sich schon.
Und falls ihr eure Reiseerinnerungen genauso festhalten wollt wie wir: Mein Kinder-Reisetagebuch kommt bald. Schaut mal rein!
Warst du schon im Zugspitz Resort oder hast du einen Tipp für einen Kurzurlaub in Tirol? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
Liebe Grüße
Barbara
ÜBER MICH

Hi, ich bin Barbara!
Hier blogge ich seit 2023 über erprobte Tipps für Reisen, Kindergeburtstage und Familienalltag. Alles getestet mit meinem Sohn, direkt aus unserem echten Familienleben.
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Häufige Fragen zum Familien- und Erlebnisresort Zugspitz
Sind Getränke im Zugspitz Resort inklusive?
Zum Frühstück und zur Nachmittagsjause sind Wasser, Sirup und Heißgetränke inklusive. Zum Abendessen sind Getränke nicht im Preis enthalten. Die Getränkepreise vor Ort sind eher hochpreisig.
Gibt es im Zugspitz Resort Hotelzimmer?
Man wohnt in Appartements. Diese sind deutlich geräumiger als klassische Hotelzimmer. Mit eigenem Küchenbereich, teils mit Kachelofen und großer Terrasse.
Kann man den Campingplatz auch ohne Hotelaufenthalt nutzen?
Ja. Der angrenzende 5-Sterne-Campingplatz ist eigenständig buchbar. Campinggäste dürfen alle Einrichtungen des Resorts mitbenutzen.
Ab welchem Alter ist die Sauna zugänglich?
Der separate Saunabereich ist erst ab 16 Jahren. Im normalen Schwimmbadbereich gibt es aber eine Textilsauna, die für alle offen ist.
Ist das Aktivprogramm im Preis inklusive?
Aktivitäten wie die Fackelwanderung oder die Klangschalen-Stunde sind um 0 € und können vorab per E-Mail gebucht werden. Andere Aktivitäten sind mit Aufpreis zubuchbar.
Ist das Kinderprogramm nach Altersgruppen getrennt?
Leider nein. Das Programm gilt einheitlich ab drei Jahren, auch in der Ferienzeit (laut Aussage der Kinderbetreuerin). Für ältere Kinder oder Teenager gibt es kein eigenes Angebot.
Wie nah ist das Skigebiet am Resort?
Man geht einfach über den Parkplatz und steht direkt an der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn. Näher geht kaum.



