Warum wir jedes Jahr im Winter Urlaub auf den Kanaren machen

Ich friere nicht mehr gern.
Und das hätte ich vor zehn Jahren wahrscheinlich selbst nicht geglaubt.
Früher mochte ich den Winter wirklich. Schnee, Skifahren, gemütliche Adventszeit und weiße Winterlandschaft.
Die Kälte und die Dunkelheit haben mich nicht gestört. Im Gegenteil, ich fand das eher gemütlich.
Heute sitze ich hier auf 1200 Metern in Tirol und zähle manchmal die Tage bis zu unserer „kurzen Sommerauszeit auf den Kanaren“ in den Semesterferien.
| Das erwartet dich in dem Beitrag über unsere Winter-Auszeit auf den Kanaren |
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| ❄️ Warum der Winter auf 1200 Metern so intensiv ist ☀️ Wie unsere Kanaren-Tradition begann 🏝️ Warum wir jedes Jahr nach Fuerteventura fliegen 💛 Was eine Woche Sonne mit uns macht 🌟 Meine Alltags-Tipps für die dunklen Monate |
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Winter auf 1200 Metern in Tirol
Wir wohnen hier oben wunderschön. Es gibt oft strahlend blauen Himmel, glitzernde Berge, klare Luft. Und an vielen Tagen sieht es aus wie auf einer Postkarte.

Und trotzdem ist der Winter hier intensiv.
Er kommt früh und geht spät. Es ist lange kalt, richtig kalt.
Obwohl es inzwischen schon viel besser geworden ist durch die Klimaveränderung. Früher war es alles noch extremer mit viel mehr Schnee und bis -30 Grad.
Und wenn die Sonne um halb vier hinter den Bergen verschwindet, wird es auch noch schnell dunkel.
Während im Tal schon die ersten Frühlingsgefühle auftauchen, stapfen wir oft noch durch Schnee. Ich fahre im März manchmal bewusst ins Tal hinunter, einfach weil es dort vier Grad wärmer ist und sich alles leichter anfühlt.
Von außen wirkt das Leben am Berg oft wie ein Wintertraum. Und das ist es auch, wenn man für ein paar Tage hier Urlaub macht.

Aber einen ganzen Winter hier zu verbringen, ist etwas anderes. Es ist absolute Typsache. Manche lieben es und andere tun sich damit schwer. Ich gehöre eher zu denen die sich (inzwischen) schwer tun.
Ich habe auch einige Jahre in Niederösterreich gelebt, in der Nähe von Wien. Dort war es zwar weniger kalt, dafür gab es diesen grauen, feuchten Nebel. Da merkt man schnell: Es ist nicht nur die Temperatur, die belastet, sondern vor allem das fehlende Licht.
Egal ob Berg oder Flachland, der Winter kann anstrengend sein.
Warum ich dem Winter entfliehen will
Irgendwann hat sich mein Verhältnis zum Winter schleichend verändert.
Ich wurde älter und mein Körper reagierte anders auf die Kälte. Plötzlich war mir ständig kalt, nicht nur draußen beim Spazierengehen, sondern auch drinnen. Diese Kälte, die bis in die Knochen geht und sich nicht mit einer extra Wollsocke oder einem warmen Tee vertreiben lässt.

Auch die Dunkelheit fühlte sich nicht mehr gemütlich an, sondern drückend. Mehr Müdigkeit, weniger Antrieb, weniger „Licht im Kopf“.
Wie unsere „Winterurlaub auf den Kanaren Tradition“ begann
Vor sieben Jahren haben wir relativ spontan gebucht.
Eine Woche Gran Canaria im Dezember, mein Sohn war noch nicht in der Schule. Es war ein wirklich günstiges Angebot und wir haben einfach zugegriffen.
Ohne großen Plan.
Diese Reise hat mir gezeigt, wie sehr mir eine Woche Sonne mitten im Winter guttut. Danach fühlte sich alles leichter an.
Im März darauf waren wir dann zum ersten Mal auf Fuerteventura. Danach ging zwei Jahre wegen Corona leider gar nichts. Als wir 2023 endlich wieder reisen konnten, haben wir auf die Semesterferien umgestellt. Unser Sohn war inzwischen in der Schule und das war die einzige Woche die möglich war.
Natürlich hätten wir auch noch die Osterferien zur Verfügung. Aber da ist der Preis um mindestens die Hälfte teurer und da ist der Winter ja sowieso so gut wie vorbei.
Warum ausgerechnet Fuerteventura?
Ganz pragmatisch: Weil es für uns die günstigste Option ist.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder nach einer gleichwertigen Alternative auf den kanarischen Inseln gesucht, aber keine gefunden. Fuerteventura ist für uns das perfekte Reiseziel geblieben.
Wir brauchen All inclusive, zwei hungrige Männer wollen schließlich versorgt sein. Und wir wollten einen guten Kinderclub. Das haben wir im Magic Life Fuerteventura gefunden. (Falls du noch nach anderen Tipps für Familienhotels suchst, schau dich auf meinem Blog um.)

Ja, der hat einige schlechte Bewertungen. Für uns passt er trotzdem. Wir wissen inzwischen genau, wo was ist, was uns erwartet und wie wir die Tage dort verbringen wollen.
Und genau das liebe ich daran.
Es ist kein Urlaub, bei dem wir jeden Tag Programm brauchen. Es ist ein Erholungsurlaub. Sonne tanken, draußen sein, lesen, spazieren, durchatmen.
Fuerteventura ist weit und hell. Die Insel hat nicht viel Kulturelles zu bieten und genau das ist für uns perfekt. Kein Sightseeing-Marathon, keine Liste, die abgearbeitet werden muss.
Wir wandern am Strand entlang, sitzen am Pool, lesen Bücher und genießen die Sonne. Ich liebe das Meer und habe da auch immer Sehnsucht danach.

Die Temperaturen liegen im Winter oft um die 20 Grad und die Flugzeit ist auch mit Kind gut machbar. Das Klima auf Fuerteventura ist das ganze Jahr über angenehm, aber im Winter ist es für uns besonders wertvoll.
Wenn du konkrete Tipps suchst: Was wir dort mit Kind machen und welche Orte wir besonders mögen, ergänze ich jedes Jahr in meinem Fuerteventura-Guide. Dort sammle ich alles, was sich wirklich lohnt.
Was eine Woche Sonne tanken mit uns macht
Diese eine Woche verändert nicht unser ganzes Leben, aber sie setzt einen klaren Punkt im Winter.
Wir sind den ganzen Tag draußen. Wir frieren nicht. Wir bewegen uns viel, ohne dass es sich anstrengend anfühlt. Mein Sohn ist glücklich, weil er schwimmen, spielen und Sonne genießen kann. Und ich merke, wie ich innerlich ruhiger werde.

Ich habe mehr Geduld. Mehr Energie. Mehr Leichtigkeit.
Nach dieser Woche fühlt sich der restliche Winter kürzer an. Nicht, weil er es ist, sondern weil ich aufgetankt habe. Ich komme zurück und habe das Gefühl die Zeit, bis der Frühling sich durchsetzt, leicht zu schaffen.
Ja, es ist ein Privileg.
Und ich bin dankbar, dass wir uns das leisten können. Aber wir sparen gezielt dafür und verzichten an anderen Stellen. Diese eine Woche und das Reisen im allgemeinen ist mir wichtiger als vieles andere, weil ich weiß, wie sehr es mir hilft.
Und manchmal denke ich …
Manchmal sitze ich dort am Strand, spüre die Sonne im Gesicht und denke darüber nach, wie es wäre, länger zu bleiben.
Drei Monate überwintern. Nicht auswandern, nicht alles hinter mir lassen. Dafür wohne ich doch zu gerne in Tirol. Einfach nur von Dezember bis März dort sein.

Ob das irgendwann Realität wird, weiß ich nicht. Dafür müsste mein Sohn erst älter sein. Aber allein der Gedanke zeigt mir, wie sehr ich die Wärme brauche.
Und wenn Wegfliegen keine Option ist
Nicht jeder kann oder möchte eine Woche wegfliegen. Das verstehe ich gut. Und ich bin ja auch die meiste Zeit hier oben in der Kälte und Dunkelheit.
Deshalb habe ich mir ganz konkrete Strategien überlegt, wie ich die restlichen Wintermonate gut überstehe. Keine leeren Durchhalteparolen, sondern Dinge, die im Alltag funktionieren.
Tageslichtlampe am Schreibtisch.
Thermokleidung, die wirklich warm hält.
Geplante kleine Auszeiten.
Bewusste Vorfreude auf das, was kommt.
Meine komplette Winter-Bucket-List findest du im nächsten Beitrag. Vielleicht ist etwas dabei, das dir hilft, die dunklen Monate leichter zu machen.
Und vielleicht ist der Winter für dich ganz wunderbar. Für mich ist er es nicht immer. Aber ich habe Strategien zurechtgelegt, die mir helfen.
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Und du? Bist du Team „Winter ist toll“ oder eher Team „Wo bleibt endlich der Frühling“?
Ich bin wirklich gespannt und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, wie du mit dem Winter umgehst. Vielleicht hast du ja noch Tipps für mich?
Liebe Grüße
Barbara
ÜBER MICH

Hi, ich bin Barbara!
Hier blogge ich seit 2023 über erprobte Tipps für Reisen, Kindergeburtstage und Familienalltag. Alles getestet mit meinem Sohn, direkt aus unserem echten Familienleben.
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